Ausflugsziele quer durch Österreich: Natur, Geschichte und Stadt
Österreich ist auf kleiner Fläche erstaunlich vielfältig. Zwischen dem Bodensee im Westen und dem Neusiedler See im Osten liegen keine 600 Kilometer, landschaftlich aber mehrere Welten.
Wie sich das Land gliedert
Grob lässt sich das Land in vier Zonen teilen: die Hochalpen im Westen und Süden, die Voralpen, das Donautal mit den Hügellandschaften und die pannonische Ebene im Osten.
Im Westen dominieren Berge und Bergseen, im Osten Flachland, Weinbau und der Neusiedler See als größte Wasserfläche.
Was eine Klamm ausmacht
Die Wege sind meist gut gesichert, aber schmal. Mit Kinderwagen sind sie in aller Regel nicht befahrbar.
Die Raggaschlucht im Kärntner Mölltal ist eines der bekannteren Beispiele und wird über eine Steganlage entlang des Wasserlaufs erschlossen.
Öffentlich oder mit dem Auto?
Wanderbusse verbinden in vielen Regionen Talstationen mit Ausgangspunkten. Sie verkehren nur in der Saison und stehen nicht im Standardfahrplan.
Bei beliebten Zielen sind Parkplätze im Sommer früh voll. Manche Täler sind an Spitzentagen für den Individualverkehr gesperrt.
| Winterwanderweg | feste Schuhe | geräumt und markiert |
| Rodelbahn | Rodel, warme Kleidung | oft beleuchtet |
| Schneeschuhtour | Ausrüstung und Kenntnis | Lawinenlagebericht lesen |
| Stadtbesuch | keine | wetterunabhängig |
Was in den Rucksack gehört
Ausreichend Wasser ist wichtiger als Verpflegung. Quellen sind nicht überall vorhanden und nicht überall trinkbar.
Regenschutz gehört auch bei stabiler Vorhersage in den Rucksack. Im Gebirge ändert sich die Lage innerhalb einer Stunde.
Was sich mit Kindern eignet
Ein Wechselgewand im Rucksack erspart bei Bachläufen und Seen viel Diskussion.
Themenwege mit Stationen funktionieren mit Kindern deutlich besser als reine Aufstiege. Viele Regionen haben solche Wege in den letzten Jahren angelegt.
Womit man rechnen sollte
Wandern selbst kostet nichts. Die Ausgaben entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr.
Bergbahnen sind der größte Einzelposten. Eine Berg- und Talfahrt liegt je nach Gebiet im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich pro Person.
Was neben der Natur sehenswert ist
Burgruinen gibt es in fast jeder Region. Viele sind frei zugänglich, andere werden von Vereinen betreut und haben eingeschränkte Öffnungszeiten. Alles Weitere dazu steht hier.
Stift Melk über der Donau ist eines der bekanntesten Barockbauwerke des Landes und liegt am Beginn der Wachau, was sich gut zu einem Tagesausflug verbinden lässt. Andere Beiträge zu österreichischen Themen stehen unter https://znaki.fm/at-de/.
- September bietet oft das beste Verhältnis aus Wetter und Andrang
- Frühsommer ist ideal für Wasserfälle
- November eignet sich für Städte
- Im Winter sind viele Naturziele nicht zugänglich
Ziele im Winter
Städtebesuche funktionieren im Winter besonders gut. Museen, Kaffeehäuser und Adventmärkte füllen den Tag ohne Abhängigkeit vom Wetter.
Präparierte Winterwanderwege sind geräumt und auch ohne Ausrüstung begehbar. Sie sind eine Alternative für alle, die nicht Ski fahren.
Almen und ihre Saison
Der Großteil des Landes ist gebirgig. Wanderwege sind dicht markiert und über ein einheitliches System aus Farben und Nummern gekennzeichnet.
Auf Almen gilt besondere Vorsicht bei Weidevieh. Abstand halten, Hunde anleinen und bei Bedarf ableinen, wenn Tiere direkt auf einen zukommen.
Gästekarten der Unterkünfte enthalten in vielen Regionen freie Fahrten und Ermäßigungen. Sie werden oft nicht aktiv angeboten.
Verhalten gegenüber Tieren und Pflanzen
Wildtiere brauchen Abstand, besonders in der Dämmerung und im Winter. Störungen kosten die Tiere Energiereserven, die sie nicht ersetzen können.
In Schutzgebieten gilt meist Wegegebot. Das Verlassen markierter Wege ist nicht nur untersagt, sondern schädigt empfindliche Vegetation dauerhaft.
Märkte und Marktviertel
Bargeld ist auf Märkten weiterhin die Regel. Kartenzahlung setzt sich nur langsam durch und ist bei kleinen Ständen selten.
Ein Marktbesuch sagt mehr über den Alltag einer Stadt aus als die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum.
Der Lawinenlagebericht wird täglich für jedes Bundesland veröffentlicht. Wer abseits gesicherter Wege unterwegs ist, sollte ihn zwingend lesen.
Baden, Wandern und Aussicht
Viele Seeufer sind teilweise privat oder kostenpflichtig. Öffentliche Zugänge existieren, sind aber nicht überall gleich gut ausgeschildert.
Im Frühsommer sind die Seen am leersten. Die Wassertemperatur ist dann niedriger, der Andrang aber deutlich geringer als im August.
Das Klimaticket gilt österreichweit im öffentlichen Verkehr und rechnet sich bereits bei wenigen längeren Fahrten im Jahr.
Was Städte als Ausflugsziel bieten
Städtekarten mit Verkehrsmitteln und Eintritten rechnen sich ab etwa drei Besichtigungen pro Tag, darunter selten.
Der November ist für Städtereisen der günstigste Monat: wenig Andrang, niedrige Unterkunftspreise und volles Kulturprogramm.
Eine kleine Stirnlampe wiegt fast nichts und ist genau dann nützlich, wenn eine Tour länger dauert als geplant.
Was nur regional bekannt ist
Die stilleren Plätze verlangen meist etwas mehr Aufwand bei der Anreise. Genau das hält sie still.
Wer eine Region mehrfach besucht, findet mit jedem Mal mehr. Das gilt besonders für die Gebiete abseits der großen Skiorte.
Die wichtigsten Fragen im Überblick
Wann sind Wasserfälle am eindrucksvollsten?
Im Frühsommer, wenn die Schneeschmelze die Wasserführung erhöht. Nach längeren Trockenperioden im Spätsommer fällt der Eindruck deutlich ab.
Sind Klammen ganzjährig geöffnet?
Nein. Die meisten öffnen im Frühjahr und schließen im Herbst. Nach starken Regenfällen kommt es zusätzlich zu kurzfristigen Sperren.
Welche Ziele eignen sich mit Kindern?
Themenwege mit Stationen, Seen mit flachem Einstieg und Almhütten. Die Wegzeit sollte etwa anderthalb- bis doppelt so lang angesetzt werden.
Öffnungszeiten, Saisonzeiten und Sperren ändern sich. Vor der Anfahrt lohnt ein Blick auf die Seite des jeweiligen Betreibers.